Wie sicher sind Gasautos?

Ein lang gehegtes Vorurteil der Gegner von Gasautos lautet: Wenn es kracht, fliegen sie womöglich in die Luft. Alles Quatsch, meinen deren Befürworter. Wer hat Recht?

Spätestens dann, wenn irgendwo ein Haus explodiert, weil die Gasleitung defekt war oder jemand auf diese Weise seine Probleme lösen wollte, geht auch die Angst in Sachen Autos mit Erd- oder Flüssiggas um. Rollende Bomben? Klare Antwort: Nein. Das bestätigen diverse Tests, bei denen unter anderem ADAC und Dekra Gasautos sowohl gecrasht als auch gezielt in Brand gesetzt haben. Tanks und Leitungen funktionierten in allen Fällen so, dass von ihnen keine höhere Brand- oder Explosionsgefahr ausgeht als bei Modellen, die ausschließlich Benzin oder Diesel tanken. Sollte das Auto beispielsweise infolge eines elektrischen Kurzschlusses nach einem Unfall in Brand geraten, lassen Überdruckventile das Gas aus den erhitzten Tanks kontrolliert ausströmen und schlimmsten Falls abfackeln. Spektakuläres Feuerwerk bei PKW gibt es nur im Kino oder wenn RTL die nächsten Folgen von “Alarm für Cobra 11″ abdreht. Ändern kann sich hingegen das Crashverhalten der Autos selbst. Je nach Einbaulage der Tanke verstärken diese die Karosserie sogar zusätzlich. Aber Achtung: gibt diese bei einem Aufprall im Bereich des Gasbehälters deutlich weniger nach als geplant, können die Insassen einer größeren Verletzungsgefahr ausgesetzt sein, so das Ergebnis eines Crashversuchs der DEKRA mit einem nachträglich aus Gasbetrieb umgerüsteten Auto.

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Gelesen: 2075 · heute: 3 · zuletzt: 24. June 2017

Autor: admin
Datum: Montag, 7. April 2008 17:32
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