Freie Fahrt in Umweltzonen

Sieben wichtige Tips, damit die Fahrt in die Sperrgebiete nicht zum Ärgernis wird. Alles rund um die Plaketten und die Autos mit fehlerhaften Filtern

Wer darf in die Zone?

Alle Autos, die mit der dort konkret geforderten Umweltplakette versehen sind. Jede Stadt legt für sich fest, wem sie Zufahrt gewährt. Ausgewiesen ist das am Eingang des jeweiligen Sperrgebietes. Zurzeit reicht für fast alle bestehenden Umweltzonen der rote Aufkleber. Nur Dortmund verlangt mindestens die gelbe Plakette.

Was passiert Sündern?

Wer ohne die verlangte Kennzeichnung in eine Umweltzone fährt, wird mit 40 Euro und einem Punkt in Flensburg bestraft. Belangt werden kann nur der Fahrer. Unklar ist, was in Fällen passiert, in denen das Sünderfahrzeug geparkt vorgefunden wurde und der Fahrer nicht feststeht. Dazu gibt es bereits schwebende Gerichtsverfahren, deren Ausgang Klarheit bringen soll. Sicher ist aber, dass es auch für Reisende keine Gnade gibt.

Was machen Besucher?

Da zurzeit erst zwölf Umweltzonen existieren und in den nächsten neun Monaten nur fünf weitere dazukommen, sind viele Autofahrer noch nicht von der Plakettenpflicht betroffen. Denn wer in keine Zone muss, braucht keine Plakette. Doch wer eine Reise plant, sollte sich unbedingt vorher darüber informieren, ob auf der Route plakettenpflichtige Städte liegen.

Wo gibt es die Marken?

Bei den Zulassungsbezirken und den Prüfstellen für die Abgasuntersuchung, aber auch in Werkstätten, die mit den technischen Überwachungsvereinen kooperieren. Autofahrer mit Reiseabsichten, in deren heimatlicher Region weit und breit keine Umweltzone existiert, sollten sich rechtzeitig um den Aufkleber bemühen. Es könnte sein, dass die dortigen Ausgabestellen ihn nicht immer vorrätig haben. Natürlich kann man die Plakette auch am Zielort erwerben. Dabei nicht vergessen: An den Wochenenden läuft in der Regel gar nichts. Die Plaketten sind bundeseinheitlich die gleichen und kosten überall zwischen fünf und zehn Euro.

Und was tun Ausländer?

Für die gelten die gleichen Regeln wie für deutsche Touristen. Wenn zum Beispiel Italiener zum Oktoberfest nach München wollen, wo die Innenstadt zum 1. Oktober 2008 zur Umweltzone wird, müssen sie sich irgendwie auf dem Weg von der österreichisch-deutschen Grenze zur bayrischen Landeshauptstadt einen Aufkleber besorgen.

Was ist mit Ausnahmen?

Die sind abhängig von den Festlegungen der Städte. Wer wann und zu welchem Preis Ausnahmen erteilt, ist von Stadt zu Stadt verschieden. Sehr erfreulich: Bundesweit dürfen alle Oldtimer, die ein H-Kennzeichen oder eine 07er-Nummer tragen, ohne Plakette in die Zonen gelassen.

Und die Mogel-Filter?

Bekanntlich wurden rund 40.000 Fahrzeuge mit einem Filter nachgerüstet, das sich nachträglich als nicht funktionstüchtig entpuppt hat. Dabei handelt es sich um Produkte der Hersteller GAT, Bosal und Tenneco. Gute Nachricht für die betroffenen Autofahrer: Die im Zusammenhang mit der Nachrüstung erteilten Plaketten sind vorerst gültig. Wer ein solch fehlerhaft ausgestattetes Auto fährt, muss also zunächst keine Strafen befürchten und verliert auch nicht den Kfz-Steuervorteil, der mit der Nachrüstung verbunden ist. Aber: Man muss sich um den Austausch kümmern, zu dem die Werkstätten auf der Grundlage der Sachmängelprüfung verpflichtet sind. Sobald die Werkstätten über funktionierende Filter verfügen, muss der Betroffene für den Austausch sorgen, sonst kann es soch noch Ärger geben. Da die Frist der Sachmängelprüfung ein Jahr nach der Montage der Mogelfilter ausläuft, sollte man sich von der Werkstatt schriftlich zusichern lassen, dass der Wechsel auch später erfolgt, nämlich dann, wenn die Austauschstelle zur Verfügung stehen. Wer heute nachrüsten will, kann dies ohne Sorge tun. Experten erklären übereinstimmend, dass das Problem überwunden ist.

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Gelesen: 2689 · heute: 2 · zuletzt: 19. October 2017

Autor: admin
Datum: Dienstag, 8. April 2008 13:33
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