Änderungen bei den Typklassen

Umstufungen, teurer oder billiger – immer eine frage von Autotyp und Wohnort.

Die Schadenentwicklung im Vorjahr ist Grundlage für die Umstufungen der 18.000 Automodelle im Typklassenverzeichnis. In der Kfz-Haftpflicht (Typklassen 10 bis 25) bekommen rund 70 Prozent aller Autos eine andere Typklasse, in der Vollkasko (Typklassen 10 bis 34) 45,3 Prozent und in der Teilkasko (Typklassen 10 bis 33) 43,1 Prozent. Die meisten Pkw werden allerdings nur um eine Typklasse herauf- oder herabgestuft. Alle Typklassen findet man unter www.tyklassen.de oder www.gdv.de im Internet.

Bei den Regionalklassen gibt es nur geringfügige Änderungen. Den günstigsten Schadenverlauf in der Kfz-Haftpflicht hat der Kreis Oberspreewald-Lausitz. Schlusslicht ist wie im Vorjahr Kaufbeuren. In der Vollkasko fährt man günstig im Kreis Friedland, teuer im Landkreis Ostallgäu. Die preiswerteste Teilkaskoprämie gibt es in Würzburg, die teuerste im Kreis Uecker-Randow.

Wer sich einen Gebrauchtwagen zulegt, bei dem greift bei der Berechnung der Kfz-Prämie das neue Tarifmerkmal “Fahrzeugalter bei Erwerb”. Das hat folgende Auswirkungen: Wer sich für ein älteres Auto entscheidet, weil es zum Beispiel im Typklassenverzeichnis günstig eingestuft ist, der muss künftig wegen des neuen Risikomerkmals “Fahrzeugalter bei Erwerb” einen Zuschlag hinnehmen.

Umgekehrt werden neuere Modelle, die bisher eher günstig eingestuft waren, mit Wirkung vom 1. Oktober im Typklassenverzeichnis tendenziell eher in eine höhere Typklasse eingestuft. Ein Ausgleich erfolgt auch hier über das neue Risikomerkmal, allerdings gibt es hier einen Abschlag, so dass Käufer jüngerer Autos profitieren.

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Gelesen: 2468 · heute: 2 · zuletzt: 7. December 2017

Autor: admin
Datum: Dienstag, 15. April 2008 17:36
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