Führerscheinprüfung jetzt am Bildschirm

Berlin und Brandenburg sind die Vorreiter: Hier wird seit kurzem in zahlreichen Prüfstellen die theoretische Führerscheinprüfung am Bildschirm gemacht. Das neue Verfahren gilt für alle Klassen – einerlei, ob Auto, Motorrad, Lastwagen oder Bus. Das System beherrscht elf Sprachen. In Berlin sind neben Deutsch vor allem Türkisch und Russisch gefragt. Man muß kein Computerprofi sein. Wer mit der Maus umgehen kann, bewältigt auch die Prüfung – vorausgesetzt, er beherrscht den Stoff, sagt Arne Böhne, Führerscheinexperte beim TÜV Rheinland. Jährlich nehmen TÜV und Dekra knapp zwei Millionen Prüfungen ab. Nicht nur der Wegfall der Papierbögen ist neu. Die technische Revolution hat auch andere Konsequenzen für die Führerscheinanwärter. Da ein Zufallsgenerator die zu beantwortenden Fragen bestimmt, hilft schematisches Auswendiglernen, das sich an der Aufgaben-Anordnung entlanghangelt, nicht mehr weiter.

Der Schüler muss sich viel intensiver als früher mit den Verkehrsregeln befassen und sie tatsächlich begreifen. Im Laufe des Jahres 2009 sollen alle 665 Prüfstellen in Deutschland mit der neuen Technik ausgerüstet sein. Insgesamt verteuert sich der Erwerb des Führerscheins um 70 bis 80 Euro.

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Autor: admin
Datum: Mittwoch, 28. Mai 2008 20:01
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