Diesel und Bio-Diesel – ungewisse Zukunft

An den Zapfsäulen ist seit geraumer Zeit alles anders, als man es gewöhnt war und für normal hielt. Dass auf den großen Preistafeln der Tankstellen für Superbenzin der gleiche Betrag aufgerufen wird wie für Normal, daran hat man sich fast schon gewöhnt. Inzwischen liegt jedoch auch der Preis für Diesel auf dem Niveau des Superbenzins. An etlichen Tankstellen eilte der Selbstzünder-Kraftstoff dem Super sogar um einige Cent pro Liter voraus. Der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) begründet dies mit einer weltweit gestiegenen Diesel-Nachfrage, die den Preis hoch treibe. So habe Anfang Mai der durchschnittliche Einkaufspreis für einen Liter Super 49 Cent und düe Diesel 63 Cent betragen. Traditionell war ein Liter Diesel an der Tankstelle stets etwa 20 Cent billiger als Benzin. Das entsprach dem Abstand der Mineralölsteuer, die für Diesel 47 und für Benzin 65,5 Cent pro Liter beträgt. Bleibt es dabei, dass Fahrer von Dieselautos an der Zapfsäule keinen Preisvorteil mehr haben, dürften die Selbstzünder in eine ungewisse Zukunft gehen. Einst war Bio-Diesel eine preiswerte Alternative zum normalen Diesel, jedoch nur so lange, wie der Agrarkraftstoff als umweltfreundliche gefördert wurde und von der Steuer befreit war. Seit auch hier der Fiskus kräftig zulangt, ist Schluss mit dieser Alternative. Rund 2000 Bio-Diesel-Tankstellen haben bereits schließen müssen, teilt der Bundesverband Biogene und Regenerative Kraft- und Treibstoffe (BBK) mit.

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Autor: admin
Datum: Mittwoch, 4. Juni 2008 13:10
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