Gebrauchtwagen Kauf – Checkliste

Der Preis ist angemessen, und die Fotos in der Anzeige zeigen ein schönes Auto, dass Sie es sozusagen auf der Stelle kaufen würden? Vorsicht! Ein ganz wichtiger Tipp beim Kauf eines Gebrauchten heißt: Prüfen Sie genau und nehmen das Fahrzeug genauer unter die Lupe!

Egal, wie Sie auf das vermeintliche Schnäppchen aufmerksam geworden sind – im Internet, durch eine Anzeige in der Zeitung oder beim Gebrauchtwagenhändler in Ihrer Nähe -, unterschreiben Sie nicht zu eilig und voller Vorfreude den Vertrag.

Nehmen Sie das Fahrzeug gründlich unter die Lupe, am besten mit Hilfe eines Begleiters. So einfach es klingt: Vier Augen sehen mehr als zwei. Ideal wäre freilich ein Auto-Experte. Der hat einerseits das geschulte Auge für versteckte Reparaturen und Unfallschäden und andererseits den sachlichen Abstand zu Ihrem neuen Wunschauto.

Bisweilen lässt sich bereits am Verhalten des Verkäufers und an den Fahrzeugpapieren erkennen, dass an dem Angebot etwas faul ist. Extrem schwer zu erkennen sind so genannte Blender – Autos, deren Mängel so getarnt wurden, dass sie für einen Nicht-Fachmann kaum zu erkennen sind. Bei uns erfahren Sie, welche Spuren am Auto auf versteckte Unfallschäden hindeuten und worauf Sie achten sollten.

Schläuche und Manschetten

Sie sollten auf eingerissene und poröse Schläuche und Gummimanschetten achten. Sie sind auch für den Laien gut sichtbar. Besonders an der Lenkung und an der Antriebswellen können Folgeschäden ziemlich teuer werden.

Ölwechsel-Anhänger

Ein solches Schildchen zeigt in der Regel, wann der letzte Ölwechsel gemacht wurde und der nächste fällig ist. Und: Ist die Angabe nicht mit dem Stand des Kilometerzählers nachvollziehbar, gilt das als ein Indiz für Manipulation.

Lenkung

Setzen Sie sich in das Auto und greifen Sie das Lenkrad. Lässt sich das Lenkrad mehr als zwei Finger breit nach links oder rechts drehen, ohne dass sich die Räder mitbewegen, hat die Lenkung zu viel Spiel.

Reifen und Räder

Sind die Reifen einseitig abgefahren, stimmt wahrscheinlich die Achseinstellung nicht. Bei defekten Stoßdämpfern können „Flecken“ im Profil des Reifens zu sehen sein. Sind Schäden am Rad sichtbar, kann es sein, dass das Rad mehrere harte Stöße erlebt hat.

Lack

Sehen Sie sich den Lack aus verschiedenen Richtungen an. Beobachten Sie genau die Lichtspiegelung. Fallen Ihnen Unebenheiten auf, Farbunterschiede oder matte Stellen, so ist die Karosserie nach einem Schaden repariert worden.

Auspuff

Starten Sie den Motor. Geräusche normal? Okay. Und nun halten Sie das Auspuffrohr zu. Baut sich nach kurzer Zeit ein spürbarer Abgasdruck auf, ist die Anlage dicht. Wenn nicht, deutet das auf Lecks hin.

Scheiben- und Türdichtungen

Schauen Sie sich die Gummis genau an. Finden Sie Farbspuren, wurden wahrscheinlich Roststellen oder Unfallschäden ausgebessert. Werfen Sie auch einen Blick unter die Gummis.

Spaltmaße

Die Spalten zwischen den einzelnen Karosserieteilen wie Kotflügel und Tür oder Schiebedach und Rahmen sollten gleichmäßig verlaufen. Sieht es anders aus, kann das die Folge eines verschwiegenen Unfalls oder einer Reparatur sein.

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Autor: admin
Datum: Samstag, 14. Juni 2008 11:56
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