BMW baut den X1

Die X-Familie wächst: Der kompakte X1 lockt mit SUV-Optik, soll aber so spritzig um die Ecke sausen wie eine Limousine. Nächstes Jahr im Herbst könnte er starten.

Zwischen Spritpreis-Schock und drohender CO2-Steuer erscheint die Zukunft für große Geländewagen und SUV´s nicht gerade rosig. Die Automobilfirmen reagieren mit Hochdruck auf diese Entwicklung. So beabsichtigt etwa General Motors, seine Hummer-Sparte zu verkaufen.

BMW hat jüngst verkündet, die X-Palette nicht wie ursprünglich geplant um einen X7 auf Basis der 7er-Reihe nach oben zu erweitern. Dafür haben die Münchner einen anderen Pfeil im Köcher, der deutlich besser in die Zeit passt: den X1. Denn dass das Interesse an kompakten, bezahlbaren SUV´s ungebrochen ist, zeigt der Erfolg eines VW Tiguan ebenso wie die Zahl der Auftragseingänge für den neuen Ford Kuga.

Gebaut wird der X1, intern E84 genannt, auf der Plattform des 3er. Mit knapp 4,30 Meter Länge ist er zirka 30 Zentimeter kürzer als die nächste Generation des X3 und kommt auch deutlich flacher daher.

Dennoch soll er im Innenraum mehr Platz bieten als ein 3er Touring und insgesamt luftiger wirken. Verschiebbare hintere Sitze oder ein spezielles Gepäck-Verstausystem – wünschenswert für mehr Variabilität – scheinen aus Kostengründen allerdings nicht drin zu sein. Immerhin muss sich der X1 preislich nicht nur einem künftigen Audi Q3, sondern auch VW Tiguan & Co. Stellen. Die technischen Komponenten des kleinen Bayern-SUV´s stammen weitesgehend aus dem 1er- und 3er-Reihe. So kommt etwa das bekannt gute xDrive-Allradsystem zum Einsatz. Aber nicht ausschließlich: Es darf mittlerweile als sicher gelten, dass BMW – ähnlich wie Mercedes beim GLK – für Kunden, die lediglich an der höheren Sitzposition und der rustikalen Optik eines SUV´s interessiert sind, auch eine Variante mit reinem Heckantrieb anbieten wird.

Antriebsseitig hat BMW seine Hausaufgaben längst gemacht und kann auf eine große Reihe hochmoderner Direkteinspritzer mit Efficient-Dynamics-Spartechnik zugreifen – Start-Stopp-System, Aerodynamikklappen vorm Kühler, bedarfsweise Abkopplung von Energie fressenden Nebenaggregaten. Basisdiesel wird der 1.8d mit rund 150 PS. Darüber rangieren der 2.0d mit etwa 180 PS und dessen Biturbo-Variante mit mehr als 200 PS.

Bei den Benzinern setzen die Bayern entgegen früherer Spekulationen nun wohl doch nicht auf die aufgeladenen Aggregate aus der Kooperation mit PSA (Peugeot/Citroen), wie sie im Mini schon zu finden sind. Auch hier spielen die Kosten die entscheidende Rolle . man hätte zu viel an der Plattform ändern müssen. Stattdessen startet der X1 mit den hauseigenen Vierzylindern. Als Basis dürfte der aus 1er und 3er bestens bekannte Zweiliter mit bisher 143 PS zum Einsatz kommen, darüber folgt das hubraumgleiche 170-PS-Aggregat. Urbayrisch auch die Topmotorisierung: Unter die Haube des X1 passen die kultiviert laufenden Dreiliter-Reihensechszylinder, mindestens der mit 218 PS sollte also dort hineinkommen.

Für die Freude am Fahren gibt es Sechsgang-Schaltgetriebe oder – gegen rund 2.000 Euro Aufpreis – Automatik.

Kein Geheimnis: BMW wird in nicht all zu ferner Zukunft ebenfalls Doppelkupplungs-Automaten anbieten. Ob diese auch in den X1 kommen, ist noch nicht entschieden. Die Serienfertigung des X1, dessen Einstiegspreis bei knapp unter 30.000 Euro liegen dürfte, beginnt im Herbst nächsten Jahres im neuen BMW-Werk in Leipzig.

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Autor: admin
Datum: Freitag, 17. Oktober 2008 20:18
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