Autoversicherung – Anpassung der Typ- und Regionalklassen

Alle zwölf Monate passt die Versicherungswirtschaft anhand der Unfallstatistik die Typ- und Regionalklassen an. Das soll Beitragsgerechtigkeit bringen.

Manche verfluchen sie, andere wissen gar nicht, was sie überhaupt bedeuten. Die Rede ist von den Einteilungen der Regionalstatistik und den verschiedenen Kfz-Typklassen. Für die Berechnung der Versicherungsbeiträge ist beides jedoch von großer Bedeutung.

Ein Mal im Jahr überprüft der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die Schäden, die ein Autotyp in den 428 Zulassungsbezirken verursacht hat. Davon hängt die Regionalklasse ab, von der es in der Haftpflicht zwölf gibt (Vollkasko neun, Teilkasko 16).

Bezirke mit der Einstufung eins kommen aufgrund der geringen Unfallhäufigkeit günstig davon, während Orte mit Klasse zwölf stark zur Kasse gebeten werden.

Allein in der Haftpflicht ändert sich 2010 für 33 Prozent der Autos die Regionalklasse (Voll- und Teilkasko 24 Pozent), Gewinner sind die Regionen Elbe-Elster, Mecklenburg-Strelitz sowie Oberspreewald-Lausitz).

Die Verlierer heißen dagegen Kaufbeuren, Passau und Berlin. Auffällig ist, dass es vor allem im Ostteil der Republik weniger krachte. Gründe hierfür gibt es viele: Weniger Verkehrsaufkommen, höhere Kontrolldichte oder gut ausgebaute Straßen können hierfür verantwortlich sein.

Ebenfalls wichtig für die Höhe der Beiträge sind die Typklassen. Weist einer der mehr als 20.000 Autotypen zum Vorjahr eine höhere oder geringere Schadensbilanz auf, steigt beziehungsweise fällt das Modell in der Einstufung. Das Auto wird je nach Schadensart in eine der 16 Haftpflicht-, 24 Teilkasko- oder 25 Vollkaskoklassen neu eingeordnet.

In diesem Jahr gibt es für rund 73 Prozent aller Autos in der Haftpflicht keine Umstufung. Für gut 25 Prozent ändert sich die Einstufung nur um eine Klasse, für die restlichen zwei Prozent um mehr als eine. Zu den Verlierern zählen hier der Citroen C1 sowie der Renault Clio. Gewinner sind Audi A5 und Mazda 2.

In der Vollkasko müssen 37 Prozent mit Umstufungen rechnen, wobei für den Großteil die Kfz-Versicherung günstiger wird. Ähnlich sieht es bei der Teilkasko aus. Sprünge von mehr als drei Klassen sind selten. In dieser Sparte gibt es keinerlei Umstufungen von vier oder mehr Klassen.

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Autor: admin
Datum: Samstag, 7. November 2009 20:46
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