Beitrags-Archiv für die Kategory 'Führerschein'

Begleitetes Fahren ab 17 jetzt in allen Bundesländern

Mittwoch, 28. Mai 2008 20:41

Inzwischen haben alle Bundesländer des „Begleitete Fahren ab 17“ eingeführt. Bereits mit sechzehneinhalb Jahren kann man sich in einer Fahrschule für Kurse zu den Klassen B und BE anmelden. Dem Antrag, der 20 Euro kostet, müssen die Erziehungsberechtigten zustimmen. Darin sollten Namen der Begleitpersonen bereits enthalten sein. Denn möglich sind mehrere. Sie müssen mindestens 30 Jahre alt sein und seit wenigstens fünf Jahren den Führerschein besitzen. Ihr Flensburger Konto darf nicht mehr als 3 Punkte haben. Frühestens einen Monat vor dem 17. Geburtstag kann man zur Prüfung antreten. Wer sie besteht, erhält statt des regulären Führerscheins eine Prüfbescheinigung, die nur in Deutschland gilt. Im Ausland droht aber keine Strafe wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, sondern nur ein Verwarngeld wegen nicht vollständiger Dokumente. Das Modell „Begleitetes Fahren ab 17“ ist vorerst bis zum Ende des Jahres 2010 befristet. Auch für alte Hasen gibt es Neues zu bedenken. Wer den Führerschein der Klasse B (früher 3) vor dem 1.1.1979 erworben hat, muss diesen jetzt auf die Klasse CE79 umschreiben lassen, um weiterhin Nutzfahrzeuge bis 7,5 Tonnen mit Anhänger bewegen zu dürfen. Grundsätzlich gilt: Jeder, der nach seinem 50. Geburtstag weiterhin Nutzfahrzeuge fahren will, muss zuvor eine ärztliche Untersuchung einschließlich Sehtest absolvieren.

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Führerscheinprüfung jetzt am Bildschirm

Mittwoch, 28. Mai 2008 20:01

Berlin und Brandenburg sind die Vorreiter: Hier wird seit kurzem in zahlreichen Prüfstellen die theoretische Führerscheinprüfung am Bildschirm gemacht. Das neue Verfahren gilt für alle Klassen – einerlei, ob Auto, Motorrad, Lastwagen oder Bus. Das System beherrscht elf Sprachen. In Berlin sind neben Deutsch vor allem Türkisch und Russisch gefragt. Man muß kein Computerprofi sein. Wer mit der Maus umgehen kann, bewältigt auch die Prüfung – vorausgesetzt, er beherrscht den Stoff, sagt Arne Böhne, Führerscheinexperte beim TÜV Rheinland. Jährlich nehmen TÜV und Dekra knapp zwei Millionen Prüfungen ab. Nicht nur der Wegfall der Papierbögen ist neu. Die technische Revolution hat auch andere Konsequenzen für die Führerscheinanwärter. Da ein Zufallsgenerator die zu beantwortenden Fragen bestimmt, hilft schematisches Auswendiglernen, das sich an der Aufgaben-Anordnung entlanghangelt, nicht mehr weiter.

Der Schüler muss sich viel intensiver als früher mit den Verkehrsregeln befassen und sie tatsächlich begreifen. Im Laufe des Jahres 2009 sollen alle 665 Prüfstellen in Deutschland mit der neuen Technik ausgerüstet sein. Insgesamt verteuert sich der Erwerb des Führerscheins um 70 bis 80 Euro.

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Die Führerscheinklassen

Samstag, 24. Mai 2008 9:55

 

A Krafträder (auch mit Beiwagen) mit mehr als 50cm3 oder mit bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit von mehr als 45km/h; gegebenenfalls beschränkt auf 25 kW als Stufenführerschein
A1 Krafträder der Klasse A bis 125 cm3 und bis 11 kW (Leichtkrafträder); für 16- bis 17-jährige bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 80km/h
B Kraftfahrzeuge bis 3,5 t und mit bis zu neun Sitzen, auch mit Anhänger bis 750 kg oder darüber, wenn das zulässige Gesamtgewicht des Anhängers nicht größer als das Leergewicht des Zugfahrzeugs ist und das zulässige Gewicht des Zuges 3,5 t nicht übersteigt
BE Kombinationen aus einem Zugfahrzeug der Klasse B und einem Anhänger, die als Gespann nicht unter B fallen
C Kraftfahrzeuge über 7,5 t auch mit Anhänger bis 750 kg
CE Kombinationen aus Zugfahrzeug der Klasse C und einem Anhänger über 750 kg
C1 Kraftfahrzeuge zwischen 3,5 und 7,5 t, auch mit Anhänger bis 750 kg
C1E Kombinationen aus Zugfahrzeug der Klasse C1 und einem Anhänger über 750 kg, sofern das Gewicht des Anhängers nicht höher als das Leergewicht des Zugfahrzeugs ist und die Kombination 12 t nicht überschreitet
D Kraftfahrzeuge zur Personenbeförderung mit mehr als acht Fahrgastplätzen, auch mit Anhänger bis 750 kg
DE Kombinationen aus Zugfahrzeug der Klasse D und Anhänger über 750 kg
D1 Kraftfahrzeuge zur Personenbeförderung mit mehr als acht und maximal 16 Fahrgastplätzen, auch mit Anhänger bis 750 kg
D1E Zugfahrzeug der Klasse D1 mit Anhänger über 750 kg, sofern das Gesamtgewicht des Anhängers nicht höher als das Leergewicht des Zugfahrzeugs ist und die Kombination 12t nicht überschreitet
M Kleinkrafträder und Fahrräder mit Hilfsmotor bis 50 cm3 / 45 km/h
S Dreirädrige Kleinkrafträder und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge (Miniautos und Quads) mit bis zu 50 cm3 Hubraum bzw. 4 kW, Höchstgeschwindigkeit 45 km/h, Leergewicht maximal 350 kg (ohne Batterie bei Elektroautos)

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EU-Führerschein – Alte Papiere gelten bis 2033

Mittwoch, 9. April 2008 13:11

Nun ist es beschlossene Sache: Für alle Autofahrer der Europäischen Union wird ab 2013 ein einheitlicher Führerschein eingeführt. Darauf haben sich die EU-Verkehrsminister in Brüssel geeinigt. Die standardisierte Plastikkarte soll die 110 unterschiedlichen Dokumente ersetzen, die zuzeit in der EU gültig sind. Allein in Deutschland gibt es gegenwärtig sechs verschiedene Fassungen, darunter der beliebte “graue Lappen”. Die gute Nachricht: Autofahrer haben bis 2033 Zeit, ihr Dokument gegen den neuen EU-Führerschein zu tauschen. Auch die grauen und rosa Papierführerscheine behalten während dieser Zeit ihre Gültigkeit. Neue Prüfungen oder medizinische Untersuchungen sind beim Umtausch nicht zu befürchten. Das ist neu: Alle ab Januar 2013 in Deutschland ausgestellten Motorrad- und PKW-Führerscheine gelten 15 Jahre lang. Pkw-Anhänger über 750 Kilogramm können künftig auch mit einem Führerschein der Klasse B mitgeführt werden, solange die zulässige Gesamtmasse des Gespanns 4250 Kilogramm nicht übersteigt. Für Wohnmobile bleibt´s bei der Gewichtsgrenze von 3500 Kilo. Die neue Klasse AM gilt für Mopeds und Leichtkraftfahrzeuge, die nicht schneller als 45 km/h fahren.

Das Mindestalter darf jedes Land zwischen 14 und 18 Jahren selbst festlegen. In Deutschland soll die Klasse AM nach einer theoretischen Prüfung für Jugendliche ab 16 Jahren gelten. Für Motorradfahrer wird es statt der zwei nach Alter und Erfahrung gestaffelten Klassen künftig drei geben. Zusätzlich zur Klasse A1, die 16-Jährige zum Fahren mit Leichtkrafträdern bis 125 Kubikzentimeter und maximal 11 kW (15 PS) berechtigt, wird es die Klasse A2 geben. Sie gilt für Krafträder bis 35 kW (48 PS) und kann ab 18 Jahren erworben werden. Mit 21 Jahren fällt dann in der Klasse A die Leistungsbeschränkung weg.

Für den Erwerb des Motorradführerschein mit der höchsten Klasse muss man mindestens 24 Jahre alt sein. Von jüngeren Fahrern wird ein Nachweis darüber verlangt, dass sie wenigstens zwei Jahre Erfahrung mit einer kleineren Maschine haben. Mit der neuen EU.Führerscheinrichtlinie soll die Verkehrssicherheit in Europa erhöht werden. Ein europäisches Führerscheinregister wird dafür sorgen, dass sich Verkehrssünder nach Entzug der Fahrerlaubnis keinen Ersatz mehr im benachbarten Ausland beschaffen können.

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