Beitrags-Archiv für die Kategory 'Sprit'

Bio-Sprit und der Ärger geht weiter

Mittwoch, 4. Juni 2008 13:24

Erneut engagiert sich die Politik für den stärkeren Einsatz von Bio-Kraftstoff. Aktuell geht es darum, dass der Anteil von Bio-Diesel im Dieselkraftstoff von fünf auf sieben Prozent erhöht werden soll. Die Initiative firmiert unter dem Kürzel B7. Da erinnert man sich an die unlängst gescheiterte Aktion E10. Dahinter verbarg sich die Absicht, den Bio-Ethanol-Anteil im Benzin von fünf auf zehn Prozent zu erhöhen. Da sich aber herausstellte, dass etwa 3,5 Millionen Autos mit Ottomotor einen solchen Anteil an Agrarsprit nicht vertragen, musste Bundesumweltminister Sigmar Gabriel das Projekt E10 abblasen. Nun sind die Diesel Ziel der Bio-Offensive. Bei B7 gibt es ja diese Probleme nicht, hatte Gabriel nach der Pleite mit E10 erklärt. Aber so problemlos wie der Umweltminister meint, ist die Beimischung von noch mehr Agrardiesel keineswegs. So waren bis vor wenigen Tagen vor allem noch zwei kritische Punkte nicht geklärt.

1. Die Oxidationsstabilität

Hier geht es um die Frage, wie die Qualität des Bio-Diesels durch den Kontakt mit Sauerstoff beeinflusst wird.

2. Die Motorölverdünnung

Dahinter verbirgt sich der Umstand, dass Bio-Diesel, der in das Motoröl gelangt, im Prinzip darin verbleibt und das Öl verdünnt. Denn: Während sich mineralischer Diesel bei normaler Motortemperatur aus dem öl verflüchtigt, ist das bei dem Agraröl wegen des deutlich höheren Siedepunktes nicht der Fall.

Das Problem der Oxidationsstabilität wurde dieser Tage gelöst, weil Autohersteller und Experten der Ölindustrie sowie des ADAC noch rechtzeitig eine Verschärfung des entsprechenden Normen für Biosprit im Kraftstoffqualitätsgesetz durchsetzen konnten.

Auf das Phänomen der Ölverdünnung gibt es hingegen keine befriedigende Antwort. Die Autohersteller erklären zwar, dass es bei der Einhaltung der vorgeschriebenen Ölwechselintervalle keine Probleme geben dürfte, dennoch bleiben Fragen offen. Zum Beispiel fehlen Langzeiterfahrungen.

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Diesel und Bio-Diesel – ungewisse Zukunft

Mittwoch, 4. Juni 2008 13:10

An den Zapfsäulen ist seit geraumer Zeit alles anders, als man es gewöhnt war und für normal hielt. Dass auf den großen Preistafeln der Tankstellen für Superbenzin der gleiche Betrag aufgerufen wird wie für Normal, daran hat man sich fast schon gewöhnt. Inzwischen liegt jedoch auch der Preis für Diesel auf dem Niveau des Superbenzins. An etlichen Tankstellen eilte der Selbstzünder-Kraftstoff dem Super sogar um einige Cent pro Liter voraus. Der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) begründet dies mit einer weltweit gestiegenen Diesel-Nachfrage, die den Preis hoch treibe. So habe Anfang Mai der durchschnittliche Einkaufspreis für einen Liter Super 49 Cent und düe Diesel 63 Cent betragen. Traditionell war ein Liter Diesel an der Tankstelle stets etwa 20 Cent billiger als Benzin. Das entsprach dem Abstand der Mineralölsteuer, die für Diesel 47 und für Benzin 65,5 Cent pro Liter beträgt. Bleibt es dabei, dass Fahrer von Dieselautos an der Zapfsäule keinen Preisvorteil mehr haben, dürften die Selbstzünder in eine ungewisse Zukunft gehen. Einst war Bio-Diesel eine preiswerte Alternative zum normalen Diesel, jedoch nur so lange, wie der Agrarkraftstoff als umweltfreundliche gefördert wurde und von der Steuer befreit war. Seit auch hier der Fiskus kräftig zulangt, ist Schluss mit dieser Alternative. Rund 2000 Bio-Diesel-Tankstellen haben bereits schließen müssen, teilt der Bundesverband Biogene und Regenerative Kraft- und Treibstoffe (BBK) mit.

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Spritsparen mit weniger Ballast an Bord

Montag, 7. April 2008 18:50

Es gibt viele gute Gründe, spritsparend zu fahren. Ein paar Details machen da schon viel aus. Im Kofferraum fährt so manche “Altlast” spazieren. Entfernen Sie überflüssigen Ballast aus Ihrem Auto. Bauen Sie nicht benötigte Dachgepäckträger ab. Kontrollieren Sie regelmäßig den Reifendruck, denn zu wenig Luftdruck erhöht den Rollwiderstand. Natürlich kommt es auch auf die Fahrweise an: Niedrigtourig und vorausschauend fahren, das senkt den Verbrauch. Wichtig sind regelmäßige Inspektionen mit Überprüfung der Motorelektronik, Zündkerzen u.s.w. Am besten aber können Sie sparen, wenn Sie ihr Auto ab und zu auch einmal stehen lassen: Gerade auf Kurzstrecken kann sich der Verbrauch in der Kaltphase drastisch erhöhen.

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Wie sicher sind Gasautos?

Montag, 7. April 2008 17:32

Ein lang gehegtes Vorurteil der Gegner von Gasautos lautet: Wenn es kracht, fliegen sie womöglich in die Luft. Alles Quatsch, meinen deren Befürworter. Wer hat Recht?

Spätestens dann, wenn irgendwo ein Haus explodiert, weil die Gasleitung defekt war oder jemand auf diese Weise seine Probleme lösen wollte, geht auch die Angst in Sachen Autos mit Erd- oder Flüssiggas um. Rollende Bomben? Klare Antwort: Nein. Das bestätigen diverse Tests, bei denen unter anderem ADAC und Dekra Gasautos sowohl gecrasht als auch gezielt in Brand gesetzt haben. Tanks und Leitungen funktionierten in allen Fällen so, dass von ihnen keine höhere Brand- oder Explosionsgefahr ausgeht als bei Modellen, die ausschließlich Benzin oder Diesel tanken. Sollte das Auto beispielsweise infolge eines elektrischen Kurzschlusses nach einem Unfall in Brand geraten, lassen Überdruckventile das Gas aus den erhitzten Tanks kontrolliert ausströmen und schlimmsten Falls abfackeln. Spektakuläres Feuerwerk bei PKW gibt es nur im Kino oder wenn RTL die nächsten Folgen von “Alarm für Cobra 11″ abdreht. Ändern kann sich hingegen das Crashverhalten der Autos selbst. Je nach Einbaulage der Tanke verstärken diese die Karosserie sogar zusätzlich. Aber Achtung: gibt diese bei einem Aufprall im Bereich des Gasbehälters deutlich weniger nach als geplant, können die Insassen einer größeren Verletzungsgefahr ausgesetzt sein, so das Ergebnis eines Crashversuchs der DEKRA mit einem nachträglich aus Gasbetrieb umgerüsteten Auto.

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Kommt der Biosprit E10 oder kommt er nicht?

Donnerstag, 3. April 2008 14:48

Umweltminister Sigmar Gabriel wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die Einführung des Biosprits stoppen. Ursprünglich sollte spätestens 2009 der neue Biosprit E10 eingeführt werden, deren Ethanol-Anteil 10 Prozent, statt bisher 5 Prozent betragen sollte.

Das Umweltministerium hatte mit ca. 300.000 Fahrzeugen gerechnet, die den neuen Biosprit nicht vertragen würden. Diese Fahrzeuge hätten dann nur noch das teurere Super Plus tanken dürfen. Ansonsten würden Schäden am Motor und der Kraftstoffzuführung auftreten. Alternativ hätte betroffene Fahrzeuge auch umgerüstet werden können – was auch nicht ganz billig ist.

Laut Schätzungen des ADAC sind über 3 Millionen Fahrzeuge betroffen, das ist mehr als das 10-fache. Unter diesen Umständen will das Umweltministerium von der Einführung des Biosprits Abstand nehmen.

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