Beitrags-Archiv für die Kategory 'Verkehr'

Winterreifenpflicht

Mittwoch, 22. Oktober 2008 9:43

Wer eine winterliche Autoreise durch Europa plant, sollte wissen, wo Winterreifen Pflicht sind und welche sonstigen Regelungen gelten. Für viele Autofahrer erstaunlich: Während es in osteuropäischen Ländern wie Polen trotz meist kalter, schneereicher Winter überhaupt keine speziellen Vorschriften in Sachen Reifen gibt, hält das sonnige Italien Winterregeln parat. Im sonst von Regulierungswut besessenen Europa herrscht da also ziemliches Chaos. Dringinder Tipp: Wohin man auch immer in der kalten Jahreszeit fährt, das Auto sollte Winterreifen haben.

ReifenDirekt.de

Winterreifenpflicht
Eine Pflicht im engeren Sinne, das Auto mit Winterreifen auszurüsten, gibt es nur in sieben europäischen Staaten. Das sind: die drei skandinavischen Länder Finnland, Norwegen und Schweden, die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie das an Italien grenzende Slowenien. Bisweilen gilt die Vorschrift nicht für Ausländer.

Regeln für die Winterreifenpflicht im Detail:

Estland
Vom 1. Dezember bis Ende Februar, auch für Ausländer. Je nach Witterung kann die Frist verlängert oder vorgezogen werden.

Finnland
Vom 1. Dezember bis Ende Februar, auch für Ausländer.

Lettland
Vom 1. Dezember bis Ende Februar, auch für Ausländer.

Litauen
Im Unterschied zu den beiden anderen baltischen Staaten Estland und Lettland beginnt die Winterreifenpflicht hier bereits am 1. November und endet erst am 1. April. Das gilt auch für Ausländer.

Norwegen
Für ausländische Fahrzeuge sind Winterreifen nicht zwingend vorgeschrieben. Das ist erstaunlich in einem Land, das bis weit in das Frühjahr hinein unter einer dicken Schneedecke liegt. Da aber auch in Norwegen die allgemeine Regel gilt, dass alle Autofahrer verpflichtet sind, ihre Fahrzeuge der Witterung entsprechend auszurüsten, sollten deutsche Autofahrer Winterreifen als Pflicht ansehen.

Schweden
Im Land der Eiche sind Winterreifen vom 1. Dezember bis zum 31. März zwingend vorgeschrieben – allerdings nicht für ausländische Fahrzeuge! Da baut der schwedische Staat ganz offensichtlich auf die Vernunft derjenigen Reisenden aus dem Ausland, die im Winter das Land mit dem Auto besuchen. In diesem schneereichen Land, dessen weiße Weiten bis hinter den Polarkreis reichen, werden Winterpneus ganz dringend gebraucht. Ohne sie geht nämlich nichts, zumal zahlreiche Straßen nicht geräumt werden.

Slowenien
Die Pflicht gilt in jedem Fall vom 15. November bis zum 15. März, auch für Ausländer. Darüber hinaus immer dann, wenn „winterliche Straßenverhältnisse“ anzutreffen sind, also jeweils abhängig vom Wetter.

Bestimmte Strecken
In Frankreich, Italien und in der Schweiz besteht keine generelle Winterreifenpflicht. Jedoch gibt es vor allem im Gebirge zahlreiche Straßen, die – in der Regel ausgewiesen durch entsprechende Verkehrsschilder – nur mit Winterreifen befahren werden dürfen. Ansonsten muss dort das Auto stehenbleiben.

Frankreich
Solange man sich auf Straßen bewegt, für die keine Winterreifen vorgeschrieben sind, gibt es mit den Ordnungshütern keine Probleme. Winterbereifung sollte aber eine Selbstverständlichkeit sein, vor allem dann, wenn man eine Tour in bergige Regionen unternehmen will, denn dort sind die Pflicht.

Italien
Häufig und sehr kurzfristig wird hier für einzelne Strecken und zu bestimmten Zeiten die Benutzung von Winterreifen vorgeschrieben. Im Aosta-Tal gilt übrigens generell vom 20. Oktober bis zum 20. April eine Winterreifenpflicht.

Schweiz
Fürs Alpenland gelten im Prinzip die gleichen Regeln wie in Frankreich und Italien. Hinzu kommt die allgemeine Regelung, dass die Bereifung immer den Witterungsverhältnissen entsprechen muss. Kommt es mit Sommerreifen auf verschneiten Straßen zur Behinderung des Verkehrs, gibt es Ärger.

Witterungsabhängig
In Deutschland und Österreich hängt es von der Witterung ab, welche Reifen die richtigen sind. Und wie die Wettersituation konkret zu sehen ist, entscheidet der Autofahrer. Es gibt also weder eine generelle noch eine auf bestimmte Strecken bezogene Winterreifenpflicht.

Deutschland
Hier ist die Lage ziemlich unerfreulich – der Autofahrer steht vor vielen offenen Fragen. Die mit der deutschen Regelung verbundenen rechtlichen und fahrtechnischen Risiken sind sehr groß.

Österreich
Eigentlich wäre es logisch, dass die Alpenrepublik mit ihren vielen hoch oben durch Bergregionen führenden und von Schneemassen heimgesuchten Straßen eine klare und strenge Winterreifenregelung hat. Zwar gibt es eine Pflicht, die sich so nennt, aber gar keine ist. Wie in Deutschland werden auch in Österreich Genzjahresreifen als Winterreifen akzeptiert – vorausgesetzt, sie tragen das Kürzel M + S. Diese Pneus müssen auch nur bei winterlichen Straßenverhältnissen aufgezogen sein, und zwar in der Zeit vom 1. November bis zum 15. April. Wer dieses Gebirgsland in der kalten Jahreszeit mit dem Auto bereisen will, sollte das nur tun, wenn echte Winterreifen aufgezogen sind.

Gar keine Pflicht
Es gibt eine ganze Anzahl von Ländern in der EU, die gar keine Regelungen für die Ausrüstung des Autos im Winter kennen. Aus der Sicht der jeweiligen Ordnungshüter darf man sich dort so verhalten, als wäre Sommer. Das sollte man aber als Reisender besser nicht tun. Wie die Wetteraufzeichnungen belegen, gibt es in Europa keinen Fleck, der vor Wintereinbrüchen sicher ist. Schnee, Eis und Kälte drohen überall. Wenn es also für Autofahrer keine speziellen Wintervorschriften gibt, so bedeutet das nicht, dass Risiken ausgeschlossen sind.

Belgien, Luxemburg und Niederlande
Was soll schon in den flachen Beneluxstaaten an winterlichen Widrigkeiten kommen, denkt so mancher. Aber Vorsicht: Wer mit Sommerreifen unterwegs ist, dem können allein schon niedrige Temperaturen zum Verhängnis werden.

Dänemark
Ebenfalls wenig Ärger in der kalten Jahreszeit könnte man in diesem vom relativ milden Seeklima geprägten Land erwarten. Doch auch hier hielt das Wetter bereits böse Überraschungen parat.

Polen
Vor allem der Osten dieses Landes ist für seine schneereichen, klirrend kalten Winter bekannt. Winterreifen sind hier nicht nur wünschenswert, sondern dringend notwendig.

Tschechien und Slowakei
Wer in diese beiden Länder reist, trifft unweigerlich auf bergige Landschaften: das Riesengebirge, die Beskiden oder gar die Hohe Tatra als kleinstes Hochgebirge der Welt. Ganz klar: Da sind Winterreifen einfach ein Muss!

Thema: Verkehr | Kommentare (3) | Autor: admin

Auto winterfest machen

Dienstag, 21. Oktober 2008 19:06

Machen Sie jetzt Ihr Auto winterfest und beugen Sie den Tücken des Winters vor. Dazu brauchen Sie nicht einmal die Werkstatt. Vieles können Sie selbst erledigen. Zu den kälteempfindlichsten Teilen des Fahrzeugs zählt die Batterie. Ihre volle Stärke entwickelt sie bei plus 20 Grad. Mit abnehmenden Temperaturen büßt sie erheblich an Leistungsfähigkeit ein. Unterhalb von null Grad stehen nur noch 25 Prozent der Leistung zur Verfügung. Eine gut geladene Batterie erleichtert das Starten bei Minustemperaturen. Darüber hinaus schadet es nicht, die Polklemmen auf Oxidation zu überprüfen. Bei Säurebatterien sollte man nach Möglichkeit den Flüssigkeitsstand checken. Mit einem speziellen Messgerät (Säureheber, rund 12 Euro) lässt sich der Ladezustand überprüfen.

Alte Wischerblätter schlieren. Extrem unangenehm ist das im Winter. Mit Scheibenreiniger die Gummilippen der Wischer vorsichtig säubern. Hilft das nicht – neue kaufen. Tipp: Bei Frost Karton oder Isofolie unter die Wischerblätter legen, damit sie nicht anfrieren. Angefrorene Wischer nicht losbrechen. Ein wenig Fett sollte man den Türdichtungen gönnen: Glyzerin oder Silikon verhindert, dass sie anfrieren. Sitzt die Tür bei Minusgraden fest, nicht ruckartig ziehen – das schadet den Dichtungen. Unser Tipp vor den kalten Tagen: Die Gummis sorgfältig säubern und mit Talkumpuder einreiben. Droht Frost, zusätzlich Glycerin auftragen. Achtung: keinen Hirschtalg, denn der verschmutzt zu schnell. Und keine Vaseline!

Probleme mit vereisten Türschlössern gehören durch die weit verbreiteten Funkfernbedienungen für die meisten Fahrer der Vergangenheit an. Lässt sich Ihr Fahrzeug nur mechanisch öffnen, sollten Sie einen Türschlossenteiser immer in der Jacken- oder Handtasche dabeihaben, denn im zugefrorenen Auto nützt er nichts. Gegen das Einfrieren der Schlösser hilft Graphit – die Schlösser nicht mit Öl behandeln, das verharzt und blockiert den Schließmechanismus. Ist zu wenig Frostschutzmittel im Kühlsystem des Motors, können das Kühlwasser einfrieren und der Motor überhitzen. Bis minus 30 Grad sollte die Flüssigkeit dem Winter trotzen können. Entsprechende Prüfgeräte kann man im Zubehörhandel erwerben (Glysantinspindel, rund 15 Euro) und den Check selbst vornehmen. Wichtig: In der Betriebsanleitung nachlesen, ob bestimmte Frostschutzmittel zwingend verwendet werden müssen.

Waschwasser abpumpen und neues mit Winterkonzentrat auffüllen. Je nach Mischungsverhältnis muss das Wasser zumindest für Temperaturen bis minus 15 Grad Celsius gewappnet sein. Hierfür sollten ausschließlich spezielle Winterreiniger verwendet werden. Denn selbst hergestellte Mixturen aus Spiritus oder Geschirrspülmitteln können Pumpe und Leitungen der Scheibenwaschanlage verstopfen. Wird der Frostschutzzusatz auch zur Scheinwerferreinigung eingesetzt, achten Sie darauf, dass das Mittel die Kunststoffstreuscheiben aus Polycarbonat nicht angreift. Zahlreiche Autos haben heutzutage schon beheizte Scheibenwaschdüsen, was das Zufrieren im Winter verhindern soll. Für Fahrzeuge ohne diese Vorrichtungen bieten verschiedene Hersteller im Zubehörhandel Nachrüstlösungen an. Die günstigste Methode ist ein verlängerter Waschwasserschlauch, der spiralförmig um den Kühlwasserschlauch gewickelt wird. Die Wärme vom Motor wird so auf das Scheibenwasser übertragen.

Der Lack hat im Winter zusätzliche Pflege verdient. Kleine Kratzer sollte man schon vor der Streusalzperiode ausbessern. Anschließend konserviert man die Oberfläche des Wagens mit einer Wachsschicht, dann hat auch der Rost keine Chance mehr.

Wer selbst im Winter nicht auf Leichtmetallräder verzichten möchte, sollte sie zunächst gründlich mit einem säurefreien Reiniger vom Schmutz befreien. Anschließend wird das Rad mit einem Konservierungsmittel zusätzlich versiegelt. Das ist besonders dann wichtig, wenn schon leichte Beschädigungen, etwa durch Bordsteinrempler, vorhanden sind. Ist die werkseitige Versiegelung verletzt, kann das Salz ungehindert die Oberfläche angreifen.

Winterreifen

Winterreifen gehören auch im Flachland unters Auto. Bei Eis und Schnee kommt irgendwann auch der beste Winterreifen an seine Haftungsgrenze. Dann schlägt die Stunde der Schneekette. Gerade im Gebirge werden viele Strecken nicht restlos vom Schnee befreit, oder die Winterdienste kommen mit dem Räumen nicht nach. Daher sollte die metallene Traktionshilfe dort zur Standardausrüstung gehören. Wer nur selten in die Berge fährt, muss die Schneeketten auch nicht unbedingt kaufen. Viele Händler oder Automobilclubs vermieten das Winterzubehör. Unser Tipp: Auf jeden Fall sollte man die Montage daheim in aller Ruhe üben. In der Kälte mit den Tücken eine Bedienungsanleitung kämpfen zu müssen, ist kein Vergnügen. Unbedingt zu empfehlen ist auch ein Paar Handschuhe. Denn mit halb erfrorenen Fingern geht die Prozedur weniger angenehm von der Hand. Aufgezogen werden Schneeketten übrigens grundsätzlich auf den Rädern der Antriebsachse. Bei Allradfahrzeugen verrät die Bedienungsanleitung des Autos, wo die Montage erfolgen soll. Achtung: Mit aufgezogenen Schneeketten nicht schneller als Tempo 50!

An dunklen Tagen und bei rutschiger Fahrbahn ist eine gute Sicht besonders wichtig. Deshalb: Alle Leuchten inklusive Blinker und Nebellicht vor jeder Fahrt überprüfen. Bei starkem Schneefall und Matsch auf den Straßen verschmutzen Schweinwerfer sofort. Die Lampen büßen dann bis zu 70 Prozent ihrer Leuchtkraft ein. Deswegen während einer Rast die Scheinwerfer kurz mit einem Schwamm oder Lappen säubern.

Weniger für die Gemütlichkeit als vielmehr für Ihre Sicherheit sollten Lüftung und Heizung gut funktionieren. Gerade im Winter kann es sinnvoll sein, Heizung und Klimaanlage gleichzeitig zu betreiben, denn dadurch wird die Innenraumluft wirksam entfeuchtet. Wer mit beschlagenen Scheiben fährt, bringt sich und andere in Lebensgefahr. Auch wenn Sie in einen Stau geraten, muss Ihre Heizung gut funktionieren. Für den besseren Durchblick nehmen Sie sich ab und zu die Zeit und säubern Sie die Scheiben auch von innen, am besten mit normalem Glasreiniger. Durch den ständigen Betrieb der Heizung setzt sich ein rußig-staubiger Schmutzfilm ab. Wenn der auch noch weg ist, haben Sie an alles gedacht.

Thema: Verkehr | Kommentare (0) | Autor: admin

Tagfahrlicht in Europa

Samstag, 21. Juni 2008 19:45

Zu vielen Unfällen im Straßenverkehr kommt es wegen Unaufmerksamkeit oder schlechter Sichtverhältnisse. Seit Jahren wird darüber heftig diskutiert, ob Verkehrsteilnehmer auch tagsüber mit Licht fahren sollen. Feldversuche haben ergeben, dass tagsüber 50 Prozent aller Unfälle und 80 Prozent aller Zusammenstöße im Kreuzungsbereich deshalb geschehen, weil sich die Verkehrsteilnehmer garnicht oder viel zu spät gesehen haben. Durchgeführte Studien im sowie im Inland als auch im Ausland haben ergeben, dass mit der Einführung der Tagfahrlichtpflicht auch tagsüber in ganz Europa mehr als zwei Millionen Unfälle hätten vermieden werden könnten. Während in Deutschland noch keine Pflicht für das Tagfahrlicht besteht, haben sich inzwischen bereits 18 europäische Länder für eine ganztägige und -jährige Lichtpflicht entschieden. In diesen Ländern muss tagsüber generell mit Abblendlicht gefahren werden. Nur in den skandinavischen Ländern, in Italien , Deutschland, Frankreich, Österreich und in der Schweiz darf man alternativ auch spezielle Tagfahrleuchten benutzen. Nebelscheinwerfer sind als Licht-am-Tag-Variante nur in Österreich, Norwegen und Schweden ausdrücklich erlaubt. Neben der Taglichtpflicht schreiben einige Länder wie Slowenien, Kroatien, Mazedonien und Tschechien die Mitnahme von Ersatzlampen vor.

Übrigens: Nachrüstbare Tagfahrleuchten können in die Frontbeleuchtung oder -schürze integriert werden. Sie müssen nach der ECE-Richtlinie R87 mindestens 25 Zentimeter und höchstens 150 Zentimeter über dem Boden angebracht werden und sich mit der Zündung automatisch einschalten. Wird der Ablendlichtschalter bedient, müssen die nachgerüsteten Tagfahrlichtlampen automatisch erlöschen. Sie dürfen auch nicht zusammen mit dem Fernlicht oder den Nebelscheinwerfern leuchten.

  Wo Wann Strafe1
Dänemark inner- und außerorts ganzjährig 70 Euro
Deutschland inner- und außerorts nur Empfehlung
Estland inner- und außerorts ganzjährig ab 35 Euro
Finnland inner- und außerorts ganzjährig 50 Euro
Frankreich inner- und außerorts nur Empfehlung
Island inner- und außerorts ganzjährig 60 Euro
Italien außerorts ganzjährig ab 35 Euro
Kroatien inner- und außerorts ganzjährig 40 Euro
Lettland inner- und außerorts ganzjährig 15 Euro
Litauen inner- und außerorts ganzjährig 15 Euro
Mazedonien inner- und außerorts ganzjährig 34 Euro
Montenegro inner- und außerorts ganzjährig 30 Euro
Norwegen inner- und außerorts ganzjährig 180 Euro
Österreich inner- und außerorts ganzjährig 15 Euro
Polen inner- und außerorts 1. Okt. – Ende März 50 Euro
Portugal nur auf der IP5 ganzjährig ab 60 Euro
Rumänien inner- und außerorts ganzjährig k.A.
Schweden inner- und außerorts ganzjährig 55 Euro
Schweiz inner- und außerorts nur Empfehlung
Slowakei inner- und außerorts 15. Okt. – 15. März 50 Euro
Slowenien inner- und außerorts ganzjährig 40 Euro
Tschechien inner- und außerorts ganzjährig 70 Euro
Ungarn außerorts ganzjährig 40 Euro

1Richtwerte für den Verstoß gegen die Lichtpflicht

Thema: Verkehr | Kommentare (0) | Autor: admin

Wann ist ein Kurzkennzeichen sinnvoll?

Samstag, 31. Mai 2008 20:03

Es wird für Probe-, Prüfungs- und Überführungsfahrten mit einem abgemeldeten Fahrzeug ausgegeben. Vorteilhaft ist es vor allem für den Verkäufer eines Wagens, denn der alte Versicherungsvertrag bleibt bis zur erneuten Anmeldung des Fahrzeugs durch den Käufer bestehen. Um die Risiken bei üblichen Probefahrten auszuschließen, kann der Verkäufer des Käufer bitten, ein Kurzkennzeichen mitzubringen. Die Haftung, zum Beispiel bei einem Unfall, liegt dann beim Käufer.

Thema: Verkehr | Kommentare (0) | Autor: admin

Parkgebühren mit dem Handy bezahlen

Montag, 21. April 2008 14:47

Eine Änderung der Straßenverkehrsordnung macht´s möglich: Künftig kann man Parkgebühren einfach per Handy bezahlen. Der Neuregelung war ein zweijähriger Feldversuch in 15 Städten vorausgegangen. Dabei nutzten Autofahrer diese Option in der Testphase mehr als 50.000 Mal im Monat. Ab Februar wird das Handyparken zuerst in Köln und Hamburg eingeführt. Im März sollen Potsdam und im April Berlin folgen.

Auf der Seite www.mobil-parken.de sind die Städte mit den jeweiligen Parkzonen aufgelistet, in den das Handyparken möglich ist. In der Rubrik Betreiber finden sich alle zertifizierten Unternehmen. Um die Parkgebühren per Handy zahlen zu können, müssen sich Autofahrer nur einmal im Internet bei einem der Betreiber mit Mobilfunknummer, Kontoverbindung und dem Autokennzeichen anmelden.

Wollen Sie ihr Auto parken, rufen Sie zu Beginn und am Ende der Parkzeit die Servicenummer des Betreibers an. Die Gebühren werden monatlich vom Konto abgebucht. Keine Angst vor Knöllchen. Ordnungshüter erkennen ihr Fahrzeug am Handyparken-Logo.

Thema: Verkehr | Kommentare (0) | Autor: admin

Fahrgemeinschaften sind voll im Trend

Dienstag, 8. April 2008 13:23

60% der Berufspendler nutzen das Auto, rund 4 Millionen Arbeitnehmer legen pro Tag mindestens 25 km zurück, jeder Dritte davon bewältigt täglich eine Fahrstrecke von über 100 km. Nicht zuletzt angesichts steigender Benzinpreise belastet dies das Konto erheblich, immer mehr Pendler schließen sich deshalb zu Fahrgemeinschaften zusammen – mit spürbaren Entlastungen: Je nach Entfernung sparen Mitfahrer biz zu 100 Euro im Monat oder sogar mehr.

Gemeinsam zum Ziel

Ob nun Kollegen gemeinsam zur Arbeit fahren, um sich die Kosten zu teilen, oder die Freunde der Kinder zum Sportplatz mitgenommen werden: Immer handelt es sich um eine Fahrgemeinschaft. Kommt es zum Unfall, sind die unterschiedlichsten Fallkonstellationen denkbar. Unfallverursacher ist der Fahrer. Oder der Unfallgegner. Auch einer der Insassen könnte etwas beschädigne. Oder aber es handelt sich um höhere Gewalt, wenn elementare Naturkräfte unvorsehbar zuschlagen. Welche Versicherung greift wann? Was ist gesetzlich abgesichert, wo muss mann selbst vorsorgen?

Zusatzversicherung – ja oder nein?

Angesichts der unterschiedlichen Fälle und Angebote den Überblick zu wahren, ist so schwierig wie notwendig. Grundsätzlich gilt: Fahrgemeinschaften auf dem Arbeitsweg sind über die gesetzliche Unfallversicherung und die Kfz-Haftpflicht abgesichert. Nahe liegend wird man hier zunächst an die Kfz-Haftpflichtversicherung denken. Doch auch die gesetzliche Unfallversicherung bietet auf dem Weg zur Arbeit Versicherungsschutz. Zum Arbeitsweg zählen auch Umwege, die vom Fahrer zum Abholen der Kollegen gefahren werden. Aber Vorsicht: Abstecher für private Erledigungen, etwa wenn man noch einmal schnell bei der Post vorbeifährt, sind damit nicht abgedeckt. Hier endet der gesetzliche Versicherungsschutz.

Vergleichen zahlt sich aus: Kfz-Haftpflicht

Schon ein Blick auf die “Standards” der gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungen lohnt sich. Hier gibt es durchaus Unterschiede und Besonderheiten bei den Leistungen. Öffnet zum Beispiel einer der Mitfahrer unbedacht die Fahrzeugtür und versucht dadurch eine Beule an einem daneben stehenden Fahrzeug, würde im Regelfall seine private Haftpflichtversicherung belangt. Was aber, wenn er keine hat? In den meisten Fällen trägt die Kfz-Haftpflichtversicherung den Schaden, aber nicht in jedem Fall.

Ergänzung für Fahrgemeinschaften: Insassenunfallversicherung

Auch wenn ein Grundschutz durch die Kfz-Haftpflichtversicherung und die gesetzliche Unfallversicherung besteht: Eine Insassenunfallversicherung ist besonders für Fahrgemeinschaften eine sinnvolle Ergänzung. Denn diese tritt grundsätzlich ein, wenn Fahrer oder Mitfahrer bei einem Unfall zu Schaden kommen. Sie greift also auch in Fällen, sie sonst nicht abgedeckt sind, auf allen beruflichen wie privaten! Wegen oder bei jenen Ausnahmen, in denen die Kfz-Haftpflicht nicht eintritt, etwa bei Unfällen durch höhere Gewalt. Und: Die Insassenunfallversicherung garantiert einen Invaliditäts- und Todesfallschutz unabhängig davon, wer den Unfall verursacht hat, und ohne dass zunächst die Schuldfrage geklärt werden muss.

Sicher in jedem (Un-)fall

Der Versicherungsschutz einer privaten Unfallversicherung, im Gegensatz zu dem der gesetzlichen, besteht nicht nur auf dem Weg zur Arbeit, sondern in allen Bereichen – 24 Stunden, überall auf der Welt, zu Hause und unterwegs. Mit der privaten Unfallversicherung kann man sich umfassend absichern gegen Invalidität und Todesfall. Ob Genesungsgeld, Krankenhaustagegeld oder die Erstattung von Kosten für notwendige kosmetische Operationen, all diese Leistungen gibt es zusätzlich – also auch dann, wenn zum Beispiel bereits ein Schmerzensgeld vom Unfallgegner gezahlt wird.

Besser ankommen

Natürlich verlangt eine Fahrgemeinschaft, dass man sich ein wenig auf andere einstellt. Die Erfahrung zeigt aber: Meistens ist das kein Problem. Hier ein paar Regeln, mit denen es noch etwas schneller klappt:

  • Am Anfang müssen sich Abläufe erst einmal einspielen, kommen Sie zunächst besser etwas früher zum Treffpunkt
  • Stimmen Sie sich ab, sorgen Sie für gute Erreichbarkeit auch während der Abeitszeit
  • Informieren Sie sich sofort bei unvorhergesehenen Problemen, z.B. Krankheit oder Panne
  • Machen Sie feste Wartezeiten aus, falls einmal etwas schiefgeht

Wer klickt, der findet: Fahrgemeinschaften im Internet

Wer eine Fahrgemeinschaft suchen oder anbieten möchte, kann das ganz einfach im Internet tun. Zahlreiche Websites felfen dabei und bieten Suchmöglichkeiten nach Strecken, Uhrzeiten etc. an, z.B. www.pendlernetz.de oder www.mitfahrzentrale.de.

Thema: Verkehr | Kommentare (0) | Autor: admin