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Autoversicherung – Anpassung der Typ- und Regionalklassen

Samstag, 7. November 2009 20:46

Alle zwölf Monate passt die Versicherungswirtschaft anhand der Unfallstatistik die Typ- und Regionalklassen an. Das soll Beitragsgerechtigkeit bringen.

Manche verfluchen sie, andere wissen gar nicht, was sie überhaupt bedeuten. Die Rede ist von den Einteilungen der Regionalstatistik und den verschiedenen Kfz-Typklassen. Für die Berechnung der Versicherungsbeiträge ist beides jedoch von großer Bedeutung.

Ein Mal im Jahr überprüft der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die Schäden, die ein Autotyp in den 428 Zulassungsbezirken verursacht hat. Davon hängt die Regionalklasse ab, von der es in der Haftpflicht zwölf gibt (Vollkasko neun, Teilkasko 16).

Bezirke mit der Einstufung eins kommen aufgrund der geringen Unfallhäufigkeit günstig davon, während Orte mit Klasse zwölf stark zur Kasse gebeten werden.

Allein in der Haftpflicht ändert sich 2010 für 33 Prozent der Autos die Regionalklasse (Voll- und Teilkasko 24 Pozent), Gewinner sind die Regionen Elbe-Elster, Mecklenburg-Strelitz sowie Oberspreewald-Lausitz).

Die Verlierer heißen dagegen Kaufbeuren, Passau und Berlin. Auffällig ist, dass es vor allem im Ostteil der Republik weniger krachte. Gründe hierfür gibt es viele: Weniger Verkehrsaufkommen, höhere Kontrolldichte oder gut ausgebaute Straßen können hierfür verantwortlich sein.

Ebenfalls wichtig für die Höhe der Beiträge sind die Typklassen. Weist einer der mehr als 20.000 Autotypen zum Vorjahr eine höhere oder geringere Schadensbilanz auf, steigt beziehungsweise fällt das Modell in der Einstufung. Das Auto wird je nach Schadensart in eine der 16 Haftpflicht-, 24 Teilkasko- oder 25 Vollkaskoklassen neu eingeordnet.

In diesem Jahr gibt es für rund 73 Prozent aller Autos in der Haftpflicht keine Umstufung. Für gut 25 Prozent ändert sich die Einstufung nur um eine Klasse, für die restlichen zwei Prozent um mehr als eine. Zu den Verlierern zählen hier der Citroen C1 sowie der Renault Clio. Gewinner sind Audi A5 und Mazda 2.

In der Vollkasko müssen 37 Prozent mit Umstufungen rechnen, wobei für den Großteil die Kfz-Versicherung günstiger wird. Ähnlich sieht es bei der Teilkasko aus. Sprünge von mehr als drei Klassen sind selten. In dieser Sparte gibt es keinerlei Umstufungen von vier oder mehr Klassen.

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Neue Typklassen bei der Autoversicherung

Donnerstag, 23. Oktober 2008 14:08

Zum 1. Oktober treten jährlich die neuen Typklassen in Kraft, gleichzeitig übrigens mit den aktuellen Regionalklassen. Die Typklassen des Autos bestimmen neben dem individuellen Schadenfreiheitsrabatt des jeweiligen Fahrers und der regionalen Einstufung in erheblichem Maße die Höhe der Versicherungsrechnung. Für Verträge, die jetzt abgeschlossen werden, gelten die neuen Typ- und Regionalklassen sofort. Bei bestehenden Policen werden sie in den Versicherungsrechnungen für 2009 wirksam.

Die Spielregeln: je höher die Klasse, desto teurer die Police. In der Haftpflicht gibt es 16 (10 bis 25), in der Vollkasko 25 und in der Teilkasko 24 Stufen.

Bei Neuberechnung der Typklassen stützt sich auf die Schadenstatistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Grundsatz: Autos, die in dieser Bilanz durch häufige oder kostspielige Schäden aufgefallen sind, klettern in höhere und damit teurere Typklassen. Ist die Entwicklung jedoch positiv, werden die betreffenden Autos runtergestuft.

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Autoversicherung kündigen

Mittwoch, 22. Oktober 2008 13:30

Sie haben Ihre Versicherungsunterlagen gesichtet und sind zum Beispiel mit Ihrer bisherigen Haftpflichtversicherung unzufrieden? Dann sollten Sie Ihre Autoversicherung kündigen und zu einer anderen Gesellschaft wechseln. Zumindest ergibt es Sinn, sich mit einem solchen Wechsel gründlich zu beschäftigen. Das heißt natürlich vor allem: Angebote des Marktes genau studieren und kritisch vergleichen.

Das Abklappern der Versicherungsbüros an Ihrem Ort ist zwar noch immer ein denkbarer Weg, Angebote einzuholen, aber nicht unbedingt der beste. Den schnellsten und umfassendsten Überblick bekommen Sie im Internet. Hier sind die meisten Versicherungsgesellschaften vertreten, vom Branchenführer Allianz über die HUK-Coburg bis schließlich zur Zürcher. Einen guten Service haben auch einige auf Marktvergleiche spezialisierte Analyseunternehmen. Aspect Online wertet zum Beispiel die Angebote von rund 70 Versicherungsgesellschaften aus. Doch wer dann eine günstige Offerte gefunden hat, sollte auf keinen Fall vorschnell kündigen, sondern sich vom neuen Versicherer – am besten schriftlich – bestätigen lassen, dass er dort auch eine Kaskoversicherung bekommt. Viele verweigern diese Police nämlich, wenn das Auto in eine hohe Kasko-Typklasse eingestuft ist. Ist das alles eindeutig geklärt, dann ist der normale Weg die ordentliche Kündigung. Haftpflicht- und Kaskoverträge können ohne Angabe von Gründen einen Monat vor Ablauf des Versicherungsjahres gekündigt werden, also immer zum 30. November. Spätestens an diesem Tag muss der Kündigungsbrief bei der Autoversicherung eingegangen sein. Aber: Da der 30. November in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, reicht es aus, wenn die Post am 1. Dezember, also am Montag, bei der Gesellschaft eintrifft. Um einen Nachweis in der Hand zu haben, schicken Sie diese Post am besten per Einschreiben und mit Rückschein ab.

Noch etwas: Viele Versicherungen haben einen günstigen Schubladentarif, den sie ihren zum Absprung bereiten Kunden anbieten, um diese zu halten. Sprechen Sie also Ihren Versicherungsvertreter darauf an, bevor Sie kündigen.

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Änderungen bei den Typklassen

Dienstag, 15. April 2008 17:36

Umstufungen, teurer oder billiger – immer eine frage von Autotyp und Wohnort.

Die Schadenentwicklung im Vorjahr ist Grundlage für die Umstufungen der 18.000 Automodelle im Typklassenverzeichnis. In der Kfz-Haftpflicht (Typklassen 10 bis 25) bekommen rund 70 Prozent aller Autos eine andere Typklasse, in der Vollkasko (Typklassen 10 bis 34) 45,3 Prozent und in der Teilkasko (Typklassen 10 bis 33) 43,1 Prozent. Die meisten Pkw werden allerdings nur um eine Typklasse herauf- oder herabgestuft. Alle Typklassen findet man unter www.tyklassen.de oder www.gdv.de im Internet.

Bei den Regionalklassen gibt es nur geringfügige Änderungen. Den günstigsten Schadenverlauf in der Kfz-Haftpflicht hat der Kreis Oberspreewald-Lausitz. Schlusslicht ist wie im Vorjahr Kaufbeuren. In der Vollkasko fährt man günstig im Kreis Friedland, teuer im Landkreis Ostallgäu. Die preiswerteste Teilkaskoprämie gibt es in Würzburg, die teuerste im Kreis Uecker-Randow.

Wer sich einen Gebrauchtwagen zulegt, bei dem greift bei der Berechnung der Kfz-Prämie das neue Tarifmerkmal “Fahrzeugalter bei Erwerb”. Das hat folgende Auswirkungen: Wer sich für ein älteres Auto entscheidet, weil es zum Beispiel im Typklassenverzeichnis günstig eingestuft ist, der muss künftig wegen des neuen Risikomerkmals “Fahrzeugalter bei Erwerb” einen Zuschlag hinnehmen.

Umgekehrt werden neuere Modelle, die bisher eher günstig eingestuft waren, mit Wirkung vom 1. Oktober im Typklassenverzeichnis tendenziell eher in eine höhere Typklasse eingestuft. Ein Ausgleich erfolgt auch hier über das neue Risikomerkmal, allerdings gibt es hier einen Abschlag, so dass Käufer jüngerer Autos profitieren.

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